13. März 2018 Jutta Reidl
Abendveranstaltung KOTON München

DAS ORIGINAL KOMMT VON vitra.

Das mobile Lounge Chair Atelier von „vitra“ kommt zu „KOTON“ nach München. Am 07.03.18 launchte Herr Koton in seinen Räumlichkeiten diese neue RaodShow von „vitra“. Es geht um die Produkte, jedes ist ein Original mit seiner Geschichte. Der Chief Design Officer, Eckard Maise ergänzte diese inspirierende Installation zum Thema „Original“ mit Hintergründen und Geschichten der Originale. Im Anschluss war Herr Maise so nett und beantwortete mir meine Fragen:

JUTTA: „Woher bekommen Sie Ihre Inspiration?“

HERR MAISE: „Es geht beim Design immer um ein Thema, welches man lösen will. Wenn man einen Stuhl entwerfen, ein Schmuckobjekt gestalten oder eine Grafik machen will, kommt die Inspiration nicht von ungefähr – sie entsteht in der Auseinandersetzung mit dem Thema und den Rahmenbedingungen des Projekts. Problemlösung kommt nicht nur aus Analytik und Synthese, es geht sehr stark um die intuitive Komponente.  Inspiration fusst dabei meist auf Erfahrungen oder Objekten, die lange zuvor erlebt hat – und plötzlich kommen  die Assoziationen im Moment einer neuen Designaufgabe.

JUTTA: „Instinkt oder Intuition – wie denken Sie darüber?“

HERR MAISE: „Hier bin ich mir nicht sicher ob es überhaupt eine Abgrenzung gibt. Instinkt basiert auf Erfahrungen – natürlich spielt Instinkt bei der Suche nach der  richtigen Lösung oder dem richtigen Weg eine Rolle. Intuition ist wohl eher, wenn man etwas ahnt, es aber nicht beschreiben kann und man aber das Gefühl hat, dass es das Richtige ist. Ich habe ja im Vortrag auch über Risiko gesprochen und wenn man gestalten will muss man manchmal ein Risiko eingehen, indem man der Intuition folgt.“  

JUTTA: „Wann oder was ist für Sie gutes Design?“

HERR MAISE: „Gutes Design muss zum einen funktional sein – aber es muss auch eine emotionale Komponente haben. Das heißt es muss nicht nur eine Aufgabe durch Funktionalität lösen, sondern es muss auch bei Menschen etwas auslösen; es muss überraschen. Das hat natürlich auch mit Risiko zu tun, man muss neue Wege gehen. Das sind die wesentlichen Komponenten, aber es ist schwer zu beschreiben – Design ist ja in erster Linie etwas, das man tut,  und nicht etwas worüber man redet. Gutes Design hat Funktion, hat eine soziale Komponente, es überrascht und hat hoffentlich die Kraft die Welt etwas besser zu machen – ob dass im großen oder kleineren Maßstab ist. Design hat immer mit Optimismus zu tun – Design hat eine optimistische Grundhaltung: Durch gutes Design will man die Dinge besser lösen, besser machen und will etwas schaffen, das nach vorne zeigt.“

JUTTA: „Ich finde dies eine sehr schöne Einstellung und bedanke mich vielmals für Ihre Zeit und Worte – Vielen Dank Herr Maise und alles Gute.“

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