22. Januar 2018 Jutta Reidl
PORCELAIN LIGHTING FOR FÜRSTENBERG

SEBASTIAN HERKNER MAISON&OBJET 2018

Der deutsche Designer Sebastian Herkner präsentierte auf der Maison&Objet 2018 in Paris seine neuen Produkte, welche er für die Firmen Dedon, Fürstenberg, Nude und Pulpo entworfen hat. Ich traf Ihn und nutze die Gelegenheit, um mit Ihm über Design und Inspiration zu sprechen.

JUTTA: „Sebastian, woher bekommst Du Deine Inspiration?“

SEBASTIAN:  „Inspiration kommt vor allem durch das Reisen, internationale Reisen – kann aber natürlich auch lokal eine Kleinigkeit sein, indem man jemanden beobachtet, oder ein entscheidendes Material findet – manche Entwürfe kommen aus der Materialität oder aus der Farbe – andere aus einer Beobachtung, oder einer Improvisation von Jemandem vor Ort – dass kann ganz frei sein – wichtig ist die Beobachtung und dann der Instinkt um dies richtig umzusetzen.“

JUTTA: Was meine nächste Frage ist: “Instinkt oder Intuition?“

SEBASTIAN: „Das gehört beides zusammen – Instinkt und Intuition – dann ein gutes Gefühl, eine persönliche Note, vielleicht auch manchmal ein Trendgespür was kommen könnte. Oder aber bewusst gegen den Strom schwimmen, was ich auch erwähnt hatte, komplett dass Andere zu machen was alle andere machen. Damals habe ich in Glas – Metall angefangen, obwohl ja alles aus Kunststoff war – so habe ich 2009 diese Obermaterialien eigentlich wieder ausgegraben und Mittlerweilen sieht man die jetzt überall.“

JUTTA: „Was war der entscheidende Grund dass Dein Design so populär geworden ist?“

SEBASTIAN: „Ich glaube die Leidenschaft, viel Arbeit natürlich – die einem irgendwann leicht fällt, wenn es Spaß macht und natürlich präsent sein. Ich glaube für einen jungen Designer ist es wichtig präsent zu sein, sich zu Zeigen, seine eigene Handschrift, seine eigene Haltung zu entwickeln. Dies ist wie bei mir, mit dem Handwerk und dies dann auf mehreren Messen zu zeigen.“

JUTTA: Letzte Frage: „Was oder wann ist es für Dich – gutes Design?“

SEBASTIAN: „Ach ich denke bei mir im Prozess ist es so, dass er beendet ist wenn ich damit zufrieden bin. Dann habe ich das Gefühl, jetzt darf es produziert werden. Aber generell gutes Design ist schwierig. Design ist ja immer sehr individuell, es soll ja immer sehr langlebig sein und langlebig bedeutet gute Qualität. Es soll nicht schnell kaputt gehen und darf deshalb auch mal ein bisschen mehr kosten – dass ist glaub ich wichtig. Aber es darf auch mal ein grünes Samtsofa sein. Es muss nicht immer Grau/Weiß sein, das es zeitlos ist. Es darf auch gerne eine Farbe haben – wichtig ist: Man muss sich manchmal auch was trauen – Farbe heißt ja nicht, dass es nicht zeitlos ist.“

ICH: „Perfekt – Danke Sebastian für Deine Zeit und Deinen Input.“

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